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Der Laeken

In der Geschichte des Malinois wird der rauhhaarige Rüde "Vos" als einer der Stammväter der kurzhaarigen Varietät erwähnt. Unter seinen männlichen Nachkommen finden wir als die bedeutendsten Stammväter des rauhhaarigen Schlages die Rüden "Tom" und "Vos II", beide mahagonifarben. Mit der grauen Rauhhaarhündin "Mera" zeugte "Vos II" den grauen "Bazouf", welcher mit seiner Mutter gepaart, den ebenfalls grauen Rauhhaar-Rüden "Bover Sus" zeugte. Auch hier bedienten sich die Züchter zum Festigen des gewünschten Rauhhaars ohne Bedenken der In- und Inzestzucht.


Die rauhhaarigen Hunde waren vor allem in der Gegend von Antwerpen heimisch, und im Park des königlichen Schlosses Laeken züchtete die Schäferfamilie über viele Jahre hinweg diese Hunde. So erhielten sie nach dem Namen des Schlosses die Bezeichnung "Berger de Laeken" oder kurz "Laekenois".

Bild Rasseportrait

Der Laekenois blieb über Jahre das Stiefkind in der Familie der Belgischen Schäferhunde. Er bestach weder durch ein attraktives Langhaar wie der Groenendael und Tervueren, noch durch besondere Leistungen als Gebrauchshund wie der Malinois. Zudem schadete ihm der jahrelange Streit um die gewünschte Farbe. Die eine wollten ihn grau, die anderen braunrot. Nachteilig für ihn war vielleicht auch der Umstand, dass seine Züchter im Schlosspark zu Laeken nur flämisch sprachen und deshalb den Kontakt zu den wallonischen Züchtern nur schlecht fanden.


Noch heute gehört der Laekenois bei uns zu den eher seltenen Erscheinungen, während er vor allem in Holland sich einigermassen zu halten vermochte.

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